Betrugsversuch: Phishing-Mails zur Überbrückungshilfe

21.10.2020

Auf diese E-Mails sollten Sie nicht reagieren

19. Oktober 2020. Derzeit kursiert eine Phishing-E-Mail mit einem falschen Antragsformular für vermeintliche Corona-Überbrückungshilfen an kleine und mittelständische Unternehmen, die angeblich vom Europäischen Rat und vom Bund gemeinsam angeboten werden. Diese betrügerische Nachricht – sie wird von der Domain „ec-europa.eu“ versandt – stammt nicht von der Europäischen Kommission. Darauf weist deren Vertretung in Deutschland hin. Es handele sich um einen Betrugsversuch, Daten von Unternehmen sollen abgegriffen werden. Sie sollten nicht darauf reagieren und den Anhang nicht öffnen. Überbrückungshilfen können Sie ausschließlich über Ihren Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beantragen.

Viele Empfänger der betrügerischen E-Mail haben sich bei der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland gemeldet, um sich über die Authentizität der Nachricht zu erkundigen. Die Betrugsmail wird unter dem erfundenen Namen des angeblichen Sprechers der Europäischen Kommission in Deutschland, „Svetla Bobeva“, versandt. Die Vertretung der EU-Kommission in Deutschland weist darauf hin: „Es wurden keine E-Mail-Konten der Europäischen Kommission gehackt. Es handelt sich um einen Phishing-Versuch […], den wir umgehend bei der Polizei zur Anzeige gebracht haben.“ Die in den Kontaktdaten der Betrugsmail angegebene Faxnummer führe nach Bischofswerda in Sachsen.

Bereits im Juli wurde eine fast wortgleiche Mail unter falscher Verwendung des Namens von Reinhard Hönighaus, Sprecher der Europäischen Kommission in Deutschland, versandt – allerdings nicht von seinem E-Mail-Konto, sondern von der betrügerischen Domain „eu-coronahilfe.de“. Damals wurde ebenfalls Anzeige erstattet. Diese Domain ist inzwischen gesperrt.

Die Information der EU-Kommission können Sie hier nachlesen.

Quelle: IHK Halle-Dessau